Gut gerüstet gegen Burnout

Ein kleiner Einblick in unsere Fortbildung am 5. April zum Thema Gewaltmanagement


Viele Menschen, die in pädagogischen Berufsfeldern oder in der Pflege tätig sind, waren schon einmal von einer Gewaltsituationen auf ihrem Arbeitsplatz betroffen. Gewalt und Aggression äußert sich nicht nur in körperlichen Übergriffen, sondern eben auch in verbaler Gewalt, passiver Aggression oder einer (empfundenen) geringen Wertschätzung. Dies kann vielleicht eine unangebrachte Bemerkung sein oder auch, deutlich heftiger, ein körperlicher Übergriff. Schlimm und irritierend ist auch, wenn verbale Gewalt oder passive Aggression von Angehörigen oder gar aus den eigenen Reihen der Kollegen oder der Vorgesetzten kommt.


„Gewalt ist ein natürlicher Bestandteil des Menschseins.“, könnte man jetzt schulterzuckend sagen und "Das muss ein Profi managen können.“


Wir finden, dass Gewalt und Aggression, egal aus welcher Ecke, nicht hinnehmbar ist. Deswegen haben wir uns in einem ersten Schritt einige Gedanken gemacht, wie wir gewaltfrei kommunizieren können und wie man in kritischen Situationen eine Eskalation verhindern kann.


Zum pädagogischen Alltag gehört sicher, diese Situationen richtig einzuordnen und im jeweiligen fachlichen Kontext zu sehen. Hier spielen die individuellen Voraussetzungen, Beeinträchtigungen, Erkrankungen (und Kränkungen) der verletzenden Person eine große Rolle. Neben dem Machgefälle, das möglicherweise zwischen den handelnden Personen vorhanden ist, können auch lange bestehende Spannungen, „alte Rechnungen“ und Antipathien eine große Rolle spielen.


Dafür ist es umso wichtiger, zu lernen, mit Gewaltsituationen souverän umzugehen oder die Eskalation von Konflikten gar nicht entstehen zu lassen. Vor diesem Hintergrund haben wir Ulrich Krämer von Krämer Trainings (www.kraemer-trainings.de) eingeladen. Vorgestellt wurden verschiedene Möglichkeiten und Vorgehensweisen in kritischen Situationen, Möglichkeiten zur Deeskalation und außerdem praktische Übungen, bei denen der Humor auch nicht zu kurz kam.



Fazit dieses spannenden und sehr interessanten Tages: Mit der richtigen Technik ausgestattet und vorbereitet ist es möglich, aggressivem oder respektlosem Verhalten zu begegnen und alle Beteiligten durch eine schwierige Situation zu lotsen. Es wurde erarbeitet, wie Grenzziehung funktionieren kann und wie wir es schaffen können, uns nicht ohnmächtig zu fühlen. Dies ist für alle eine wertvolle Erfahrung gewesen und kann sicher mit in den „Anti-Burnout-Koffer“ gepackt werden. Eine prima Möglichkeit wieder mit Freunde arbeiten zu können! Vielen Dank an Ulrich Krämer!